Max Aicher Head1 Unternehmensgruppe 1

Nützliche Tipps: Richtig Heizen und Lüften

 

Wir vermieten nicht nur - wir kümmern uns um Sie. Wir sorgen für Hausverwaltung, Instandsetzung, Reparaturarbeiten und stehen Ihnen täglich als Ansprechpartner zur Verfügung. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Tipps zum Thema Heizen & Lüften bereitstellen:

 

Hinweise zum richtigen Heizen und Lüften und zur Vermeidung von Schimmelbildung

Durch richtiges Heizen und Lüften können Sie nicht nur Kosten sparen und Materialien und die Bausubstanz schonen. Es geht auch um ihre Gesundheit, denn falsches Heizen und Lüften kann zu Schimmelbildung führen und diese Schimmelpilze können Allergien und Erkrankungen der Atemwege verursachen! In einem Vier-Personen-Haushalt werden täglich über Verdunstungsvorgänge (Kochen, Schwitzen, Atmen, Duschen, Blumen usw.) ca. 10 – 15 l Wasserdampf an die Raumluft abgegeben, die bei unzureichendem Luftaustausch gespeichert werden. Um den überschlüssigen Wasserdampf aus der Wohnung zu entfernen, sind je nach Jahreszeit unterschiedliche Luftwechselraten bzw. ein unterschiedliches Lüftungsverhalten erforderlich. Nach dem aktuellen Kenntnisstand ist folgendes Lüftungsverhalten zu empfehlen bzw. erforderlich, um mikrobiologischen Befall oder Gesundheitsstörungen zu vermeiden:

 

Häufigkeit und Lüftungsart

Je nach Raumnutzung und Feuchtigkeit sollte im Sommer täglich drei- bis fünfmal für mindestens 10-15 Minuten richtig gelüftet werden. Im Sommer sollte die Hauptbelüftung in den kühleren Tageszeiten (morgens und abends) erfolgen, da dann die Außenluft weniger Feuchte enthält. Richtiges Lüften heißt, dass Fenster oder Türen weit geöffnet werden, wobei Querlüftung (Fenster bzw. Türen an gegenüberliegenden Raumseiten gleichzeitig geöffnet) am effektivsten ist. Im Winter, speziell bei Minustemperaturen, reichen täglich 3-5 Lüftungsraten von 5 Minuten, da aufgrund der starken Temperaturunterschiede (Thermik) die Luft schneller ausgetauscht wird.

Achtung: Gekippte Fenster reichen für eine optimale Belüftung nicht aus, sondern sind speziell im Winter als problematisch zu sehen, da sich im Bereich der Fensterstürze und -leibungen Kondensat bildet, welches zu Schimmelbefall führen kann!

 

Unbeheizte oder gering beheizte Räume

In unbeheizten oder gering beheizten Räumen (z.B. Schlafzimmer) sollten in der kalten Jahreszeit die Türen zu den Wohnräumen geschlossen bleiben, damit die einströmende warme (und feuchte) Luft nicht an den kalten Wänden kondensiert. Außerdem ist es ratsam, auch in Schlafzimmern die Heizung so einzustellen, dass zumindest 16-18° C Raumlufttemperatur erreicht werden, damit die Raumluft die während der Schlafphase anfallend Feuchtigkeit (Verdunstung über die Haus, Atmung ect.) aufnehmen kann. Diese erhöhte Feuchte wird bei der morgendlichen Belüftung dann in die Außenluft abgeführt.

 

Bäder und Duschen

Bäder und Duschen sollten während der Benutzung geschlossen werden, um eine Umverteilung der hohen Luftfeuchte  in die anderen Wohnräume  zu vermeiden. Nach der Benutzung direkt für 5 – 10 Minuten bei weit geöffnetem Fenster belüften! Danach können die Türen bei Temperierung der Nassräume auch geöffnet bleichen. Für innen liegende Bäder sind entsprechende Lüfter einzusetzen, um die erhöhte Feuchte abzuführen (Nachlaufzeit berücksichtigen!). Diese Verhaltensregel gelten auch für Wäscheräume und Waschküchen, besonders wenn dort Wäsche getrocknet wird, da hierbei z.T. mehrere Liter Wasser innerhalb kurzer Zeit anfallen können.

 

Kellerräume

Für die winterliche Kellerbelüftung gilt (wie für Wohnräume): Je kälter es draußen ist, desto besser wirkt die Regulierung der Raumluftfeuchte durch Lüftung. Im Sommer gilt für Keller und andere kühle Nebenraume: Am besten nachts lüften, da dann die Außenluftfeuchte am geringsten ist. In vielen Fällen erfolgte die erhöhte Durchfeuchtung von Keller dadurch, dass den ganzen Sommer über die Kellerfenster geöffnet waren. Warme und feuchte Luft strömt in die Kellerräume ein und kondensiert an den kältren Oberflächen (insbesondere von dicken, schweren, massiven Außenwänden).

Achtung: Vergessen Sie nicht, auch die wenig beheizten Nutzräume wie Keller, Waschräume, Abstellkammer usw. zu lüften!

 

Kondensatgefährdete Bereiche bei niedrigen Temperaturen

Bei zu geringen Innenraumtemperaturen kann die Raumluft nur sehr wenig Wasserdampf aufnehmen. Dieser fällt als Kondensat dann an den jeweils kältesten Oberflächen des Raumes an, wodurch es speziell in Fensterleibungen, im Sockelbereich und an Wärmebrücken zu mikrobiologischen Befall kommt („Badezimmerspiegel-Effekt“). Daher hilft in diesem Falle nur das Anheben der Raumtemperatur.